

Jenseits der Rolle
Wenn Erfolg nicht mehr trägt.
Hermann Reitberger
Ich kenne Höhepunkte.
Und ich kenne den Moment, in dem eine tragende Rolle wegbricht.
Wer lange erfolgreich war, definiert sich über Leistung, Verantwortung und Funktion.
Wenn das wegbricht, entsteht oft mehr als nur ein berufliches Problem.
Es entsteht Leere. Wut. Orientierungslosigkeit.
Manchmal auch Scham.
Viele wollen dann schnell wieder zurück ins Spiel.
Das ist verständlich.
Aber die wichtigere Frage ist:
Was ist wirklich passiert?
War es nur eine äußere Entscheidung?
Oder haben Muster gewirkt, die schon lange da waren – unbemerkt?
An diesem Punkt setze ich an.
Ich arbeite mit Unternehmern, Führungskräften und Leistungsträgern,
die bereit sind, genau hinzusehen.
Im Gespräch klären wir:
– Was war Ihr Anteil?
– Was war nicht in Ihrer Hand?
– Wer sind Sie ohne diese Funktion?
Nicht zur Selbstoptimierung.
Sondern zur Klarheit.
Erst aus Klarheit entsteht eine tragfähige nächste Bewegung.
Wenn Sie sich in dieser Situation wiederfinden,
vereinbaren Sie ein erstes vertrauliches Gespräch.
Über mich
Ich habe einen großen Teil meines Lebens in leistungsorientierten Systemen verbracht.
In den 1980er Jahren gehörte ich im Ski-Freestyle zur Weltspitze. Weltmeistertitel, Gesamtweltcupsiege und olympisches Gold im Demonstrationswettbewerb 1988 prägten diese Zeit. Leistung war selbstverständlich. Identität war klar.
Als meine Disziplin nicht ins olympische Programm aufgenommen wurde, fiel mehr weg als
eine sportliche Perspektive.
Ein äußerer Rahmen brach weg – und mit ihm ein Teil meiner Sicherheit.
Damals wurde kaum darüber gesprochen, was nach einem Höhepunkt geschieht.
Heute liest man häufiger Sätze wie:
„Wenn Gold nicht glücklich macht.“
Viele sind überrascht, wenn Spitzensportler offen über Leere nach dem Erfolg sprechen.
Mich überrascht das nicht.
Der schwierigste Moment ist oft nicht der Weg nach oben.
Sondern der Moment danach.
Wenn das Ziel erreicht ist – und nichts mehr trägt.
Diese Erfahrung blieb kein Einzelfall in meinem Leben.
Später war ich 17 Jahre im Vertrieb in leitender Verantwortung tätig.
Ich führte über 200 Mitarbeiter, traf wirtschaftliche Entscheidungen und stand unter dauerhaftem Ergebnisdruck.
Ich kenne Erfolg.
Ich kenne Verantwortung.
Und ich kenne die Dynamik von Leistungssystemen.
Vor einigen Jahren verlor ich meine Position.
Wieder fiel eine Rolle weg.
In diesen Phasen wurde eine Frage unausweichlich:
Wer bin ich, wenn die Funktion nicht mehr trägt?
Parallel zu meiner beruflichen Laufbahn setzte ich mich über viele Jahre intensiv mit Fragen von Identität und Selbstbild auseinander – nicht aus Interesse, sondern aus Notwendigkeit.
Heute bringe ich diese Erfahrungen in meine Arbeit ein.
Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn Status wegfällt.
Ich weiß, wie schnell man wieder funktionieren möchte.
Und ich weiß, wie wichtig es ist, zuerst ehrlich hinzusehen.
Diese Haltung prägt meine Arbeit.
Meine Arbeit
Ich arbeite im persönlichen Dialog.
Im Mittelpunkt steht das Gespräch – ruhig, direkt und vertraulich.
Wer über viele Jahre in Verantwortung stand, ist es gewohnt zu funktionieren.
In einer Übergangsphase reicht das nicht mehr.
Es braucht Zeit, um zu verstehen, was wirklich geschehen ist – und was sich verändern will.
Deshalb findet die Zusammenarbeit über einen klaren Zeitraum statt.
In der Regel drei bis sechs Monate, mit regelmäßigen Gesprächen.
Die Dauer richtet sich nach der Situation.
Nach einem ersten Gespräch gebe ich eine klare Empfehlung.
Es geht nicht um Optimierung.
Es geht um Klärung.
Typische Themen:
– Umgang mit Status- oder Rollenverlust
– Erkennen eigener Muster
– Trennung von Funktion und Identität
– Innere Stabilität in unsicheren Phasen
– Orientierung für die nächste berufliche oder persönliche Bewegung
Ich arbeite direkt.
Ohne Inszenierung.
Und ohne vorschnelle Lösungen.
Diese Arbeit setzt voraus
Eine solche Begleitung ist kein schneller Schritt.
Sie verlangt Bereitschaft zur ehrlichen Selbstreflexion und Offenheit für direkte Rückmeldung.
Wer vor allem rasche Strategien oder Bestätigung sucht, wird hier nicht das Richtige finden.
Wer bereit ist, genauer hinzusehen, findet einen klaren und verlässlichen Gesprächspartner.
Erstgespräch
Ein erstes Klärungsgespräch dauert ca. 60 bis 90 Minuten
und kostet 190 Euro.
Es dient dazu, Ihre Situation einzuordnen
und zu prüfen, ob eine Zusammenarbeit sinnvoll ist.
Über Dauer und Rahmen einer möglichen Begleitung entscheide ich nach diesem Gespräch gemeinsam mit Ihnen.
Kontakt
Wenn Sie sich angesprochen fühlen,
vereinbaren Sie ein vertrauliches Erstgespräch.
Schreiben Sie mir einfach direkt per E-Mail.